Wer hätte das gedacht. Mittlerweile ist es schon drei Jahre her, dass ich mein Kreativ-Business gegründet habe. Bis hierhin war es ein weiter Weg mit vielen Höhen und Tiefen.

Ich bereue nichts aus dieser Zeit, denn etwas Entscheidendes, was ich seither gelernt habe, ist:

“Hör niemals auf an dich selbst und deine Träume zu glauben.”

Der Weg des Wandels – Eine neue Artikelserie

Ich möchte mit diesem Artikel eine neue Serie starten zum Thema Gründung, denn in meinem ersten Seminar im April durfte ich wieder einmal die Erfahrung machen, dass es da draußen so viele wundervolle Frauen gibt, die wunderbare Ideen haben, aber es sich selbst nicht zu trauen, ihren eigenen Weg zu gehen.

Mit dieser Artikelserie möchte ich ganz offen und ungeblümt über meine Erfahrungen schreiben und wie ich mit Tiefen umgegangen bin. Es wird Zeit, dass wir Frauen uns klein machen und nicht an uns selbst glauben, denn wir haben so unglaublich viel zu geben.

Von der Angestellten zur Gründerin

Als ich 16 Jahre als war, hatte ich einen Gedanken im Kopf. Ich wollte die Ausbildung als Mediengestalterin absolvieren und mich irgendwann selbständig machen, damit ich meine bis heute nicht vorhandenen Kinder aufwachsen sehen kann.

Nach meiner Ausbildung sollte ich eigentlich mindestens für ein Jahr übernommen werden, doch es kam anders. Erst war der Plan mit meinem damaligen Freund zusammenzuziehen und in der Nähe von Oldenburg zu leben. Leider ging dieser Plan nicht auf und ich zog erstmal zu meinen Großeltern und war arbeitslos für 3 Monate. Dabei hatte ich eine gute Ausbildung abgeschlossen, trotzdem wollte mich niemand.

Deshalb fing ich an mein Fotografie-Hobby auszubauen und beschäftigte mich mit WordPress und dem Bloggen. Es entstand mein erster Blog “Die Verrückte Versuchung”. (Aus heutiger Sicht der schlechteste Name für einen Unternehmensblog, den es geben kann, aus damaliger Sicht anders und cool… )

Die Frage sollte ich jetzt direkt nach meiner Ausbildung mich selbständig machen und mit 21 Jahren mein eigenes Ding machen, trat auf. Aber da ich mit erleben musste, wie meine eigene Mutter mit ihrem Unternehmen nach 4 Jahren in die Insolvenz rutschte, hatte ich große Angst und es blieb beim Hobby.
Dann absolvierte ich ein Praktikum und bekam die Stelle als Allrounderin. Ich mietete mir eine kleine 2 1/2 Zimmer Wohnung und richtete mich dort gemütlich ein.

Meinen Blog betrieb ich weiterhin und immer mehr fremde Menschen kamen auf mich zu und wollten, dass ich sie fotografiere. Ich kaufte mir neues Equipment und richtete mir ein kleines schnell aufzubauendes Fotostudio ein. Ich arbeitete zu dieser Zeit 40 Stunden in der Agentur und an den Wochenenden war ich mit einer Fotogruppe, Models oder kleineren Fotoaufträgen beschäftigt.

Kaum Zeit um Luft zu holen. Nach ca. 1 1/2 Jahren kam durch eine Arbeitskollegin, die bereits 10 Jahre dort war, für mich die entscheidende Frage auf: “Will ich so die nächsten 10 Jahre weitermachen?” Die Antwort war ganz klar: “Nein.” Gesundheitlich war ich ausgebrandt und wollte mich einfach nur noch ausruhen.

Jobwechsel oder Selbständig?

Ich kündigte meinen Job und meldete mich arbeitslos. Denn so wie es war, wollte ich nicht mehr weiterleben. Aber was könnte die Alternative sein? Zwangsmäßig musste ich mich bewerben, aber innerlich reifte immer mehr der Gedanke, dass ich mich doch selbständig machen wollte.

Nach 4 Monaten Planung startete ich mit meinen 23 Jahren mein eigenes Kreativ-Business und knallte voll auf die Realität zu. Trotz des Gründerzuschusses und eines Businessplans stand ich auf dem Schlauch.

Ich wusste zwar, was ich anbieten wollte (Grafikdesign und Bildbearbeitung) aber wie gewinnt man eigentlich als Selbständiger Kunden?

Puh. Gute Frage. Da mir das Bloggen Spaß machte und ich sehr Menschenscheu war, fing ich an Tipps zum Designen und Bloggen zu geben. So einen richtigen Plan, wie man Preise kalkuliert oder Angebote schreibt hatte ich eigentlich nicht.

Ganz schön naiv und blauäugig? Ja, definitiv.

Was würde ich heute anders machen?

Meine Learnings aus der Gründungszeit

  • Mach dir ein klares Konzept.
  • Überleg dir, was du anbieten willst und für wen.
  • Recherchiere, ob ein Bedarf für die Dienstleistung da ist.
  • Teste und frage Menschen.
  • Hol dir Feedback.
  • Mach eine Kalkulation und überlege, wie du über die Runden kommst, wenn es mal eng einen Monat wird.
  • Finde für dich eine Strategie, um Kunden zu gewinnen.
  • Bleib dran.

 

Aber ich wollte es schaffen. Meine Neugierde leitete mich irgendwie und ich lernte durch Facebook und Webinare neue Menschen kennen, gab ihnen Tipps zum Thema Designen und Bloggen und hatte dann meinen ersten Kunden.

Doch welche Erfahrungen und Entscheidungen dadurch ins Rollen kamen, dazu möchte ich an dieser Stelle noch nichts verraten …

Wie dieses Projekt ausging möchtest du wissen?
Dann lies bald den nächsten Artikel.

 

 

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