Eigentlich hatte ich immer das Gefühl “verbunden” zu sein. Aber dennoch gab es Phasen, wo ich spürte, dass etwas fehlt. Ich fühlte mich allein, ungeliebt und traurig. Niemand hörte mir zu.

Was viele nicht wissen, dass ich auch einige Zeit Blockflöte und Keyboard gespielt habe, immer wieder in AGs oder Tanzgruppen sowie mich beim Turnen versucht habe. Neben dem Malen gab es nämlich noch zwei andere wichtige Komponenten, die mich die Freiheit spüren ließen und mich in den Flow-Zustand brachten: Natur und Musik. Das Bewegung ebenfalls ein Teil dessen war, erkannte ich erst viel später. Um genau zu sein erst vor eins, zwei Jahren.

Sobald ich Musik hörte war ich, wie beim Malen in einer anderen Welt. Ich nehme nichts im Außen mehr wahr und gebe mich dem einfach hin.

 

Doch was kann man eigentlich bewusst tun, um wieder in die eigene Schöpferkraft zu kommen?

Gute Frage. Darüber musste ich einige Zeit nachdenken, weil es für mich schon ein automatisierter Prozess ist, der von ganz alleine abläuft.

Eine Möglichkeit kann es sein, viel in die Natur zu gehen, um den Kontakt mit der Erde aufzunehmen und an der frischen Luft zu sein. Die Natur hat einen ganz eigenen Rhythmus und gibt dir Kraft wieder bei dir anzukommen. Viel zu oft beschäftigen wir uns mit dem Handy oder dem Laptop und sind nicht mehr in Verbindung. Denn jegliche Technik verhindert schon, dass du überhaupt bewusst da bist.

 

Was bedeutet bewusst da sein?

Schöpferkraft oder der Zugang zu Ideen und zum Universum, Göttlichen ist meiner Meinung nach nur möglich, wenn du im Moment ankommst und wirklich präsent bist. Du spürst deinen Atem und atmest ein und aus und nimmst bewusst um dich herum war, was passiert.

Die Technik verhindert jedoch dieses Bewusstsein und klaut in Wahrheit nur deine Lebenszeit. Schöpferkraft möchte jedoch etwas eigenes Erschaffen, egal ob in Form von einem Bild, Buch, Gedicht, Kontakt mit anderen Menschen …

Dass bedeutet nicht, das ich Technik schlecht finde. Ich benutze sie auch jeden Tag. Aber ich versuche immer mehr bewusst zu überlegen, brauche ich die Technik heute oder nicht?

Dass verschafft mir Freiraum und dieser Freiraum bedeutet Zeit. Zeit einfach nur zu sein und wahrzunehmen. Einfach mal Tee zu trinken oder nichts zu tun. Solange du nur im Machermodus bist, gibt es keine Möglichkeit, dass die Schöpferkraft Kontakt mit dir aufnehmen kann. Ich sage dir jetzt nicht, dass du alle Technik wegschmeißen musst oder gar nichts mehr tun sollst, dass wäre auch der falsche Weg.

Für mich geht es eher darum, dass du eine Balance zwischen dem Machen und dem Nichts tun schaffst, damit wieder eine Balance möglich ist.

 

Was kann ich noch tun, um wieder Zugang zu finden?

Eine andere Möglichkeit ist, dass du dich einfach still auf den Boden setzt, ob im Schneidersitz, auf den Knien oder im Liegen ist dabei egal. Schau, was für dich bequem ist und höre einfach mal in dich hinein. Auch hier kannst du am Anfang den Atem nutzen oder dir Meditationsmusik als Unterstützung nehmen.

Auch schön kann es einfach sein, Zeitschriften mit Kunst zu durchstöbern, im Internet z.B. auf Pinterest Ideen nach zu bauen oder zu gestalten oder Musik zu hören. Ich höre z.B. gerne indianische Musik oder instrumentale Musik von Harfe über Klavier, die meine Sinne anregt und auch ins Hier und Jetzt holt.

 

Wenn alles nicht klappt

Manchmal ist es auch so, dass wir einfach keinen Zugang nach oben bekommen, egal, was wir machen. Bitte sei nicht enttäuscht und setzt dich unter Druck, denn Druck bringt dich nicht weiter. Es gibt auch noch andere Gründe, warum der Zugang versperrt sein kann, darüber werde ich im nächsten Beitrag etwas schreiben.

Ich möchte dich viel mehr ermutigen selbst kreativ zu werden, Dinge auszuprobieren und eigene Möglichkeiten zu entdecken. Probiere es einfach immer wieder. Geh spielerisch ran und vertraue darauf, dass die Verbindung da sein wird, wenn du sie brauchst, um neue Ideen oder Projekte zu entwickeln.

Viel Spaß dabei, Jacqueline

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