So oder so ähnlich hörte ich am Anfang, als ich meine Selbständigkeit plante, die Leute in Gedanken reden. Und ja, ich war noch sehr jung, unerfahren. Und auch naiv. Eine Traumtänzerin würden andere sagen.

Seit dem ich 16 Jahre alt war, hatte ich ganz tief in mir drin diesen Wunsch mich irgendwann selbständig zu machen. Ich erhoffte mir dadurch mehr Freiheit und Unabhängigkeit und später mehr Zeit für meine Kinder zu haben, die es bis heute nicht gibt.

Mein Beruf lies mir dafür alle Möglichkeiten offen, da ich eigentlich nur die Programme, eine Festplatte und einen Laptop brauchte.

Doch auch wenn es so einfach schien, so hielt mich die Angst, dass ich doch noch so jung bin, lange Zeit von der Umsetzung ab. Ich fühlte mich überfordert von der Verantwortung, die dann auf mich zu käme und lies es damals nach meiner Ausbildung erstmal sein. Da war ich noch 22 Jahre halt.

Aber je mehr ich mich in das Marketing hineinfuchste und die Möglichkeiten sah, die es gab, wenn es erstmal laufen würde, umso mehr trieb mich der Wunsch an, es doch zu versuchen. Was hatte ich zu verlieren?

Andere mussten erst über 60 Jahre alt werden, um zu glauben, dass sie für eine berufliche Veränderung zu alt sind.

Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass ich trotz großer Hürden, Ängste und auch Phasen der Hoffnungslosigkeit stolz und froh bin, dass ich den Weg in die Selbständigkeit gegangen bin. In den letzten drei Jahren durfte ich an mir, meinen Gefühlen, den Kontakt mit anderen Menschen und meinen Misserfolgen sowie Erfolgen wachsen. Ich habe Dinge getan, wovon andere noch mit 60 träumen.

Das Leben ist zu kurz, um etwas nicht zu tun, vor allem, wenn in dir drin eine so tiefe Sehnsucht nach diesem Schritt oder einer Entscheidung ist. Auch wenn da Angst ist und es Menschen gibt, die dich davon abhalten wollen. Tu es trotzdem. Es ist dein Leben und du lebst nur einmal.

Mir hat damals die Frage, ob ich die nächsten 10 Jahre so weitermachen will, wie bisher sehr geholfen zu einer Entscheidung zu kommen. Vielleicht hilft sie dir genauso, wie mir.

Du kannst sie auch auf 5, 3 oder ein Jahr herunter brechen. Spür in dich. Du weißt, was zu tun ist.

Alles Liebe, Jacqueline

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