Ich habe dir ja bereits erzählt, dass ich im April 2015 mein Business gegründet habe. Wenn man dem Online Marketern glaubt, kannst du in kürzester Zeit reich werden. Ganz so ist es in der Realität nicht. Es ist hart. Es ist sehr hart am Anfang. Gerade zu Beginn ist jeder Selbständige unsicher, weiß noch nicht, welche Preise sich eventuell durchsetzen, welche Kunden auf dich aufmerksam werden oder was Unvorhergesehenes passieren wird. Leider reden die wenigsten Selbständigen über Ihre Ängste und Sorgen. Es ist eher Gang und Gebe, dass Geldsorgen alleine ausgestanden werden.

In den letzten zwei Jahren geht der Trend allerdings immer mehr dahin, dass sich Selbständige gegenseitig begleiten und unterstützen, anstatt gegeneinander zu kämpfen, was ich sehr schön finde. In einem anderem Artikel werde ich dazu noch mehr schreiben.

Mein steiniger Weg in die Selbständigkeit

In diesem Artikel soll es allerdings darum gehen, wie ich mich damals nach meiner Gründung gefühlte habe, wie es mir finanziell in der ersten Zeit erging und was du während deiner Gründung und auch danach besser machen kannst, als ich.

Trotz des Bloggens und Teilens von Artikeln und schreiben in verschiedenen Facebookgruppen fühlte ich mich, wie eine kleine, graue Maus. Es war in der ersten Zeit sehr still.

Anstatt reich zu sein, überlegte ich Tag für Tag, wo nur endlich der nächste Kunde herkommen sollte. Es fühlte sich fürchterlich an. Am Anfang stieg ich noch mit Begeisterung aus dem Bett und freute mich, auf das, was da wohl kommen mag. Aber vergebens. Wieder passierte nichts.

Irgendwann machte es dann doch “klick”. Es musste doch eine andere Lösung geben, als nur zu warten und zu hoffen.

 

Die Sache mit den Inneren Kritikern und Gedankenmonstern

Erst nach und nach erkannte ich, dass auch meine Gedanken und Gefühle zum Thema Finanzen und Kunden gewinnen eine enorme Rolle spielten. Je häufiger ich darüber nachdachte, woher nur ein Kunde kommen sollte oder das nächste Geld, um meine Ausgaben zu finanzieren, umso mehr geriet ich in einen negativen Gedankenstrudel.

Ich hatte keine Kraft mehr zu kämpfen und fühlte mich ziemlich allein. Bis zu einem gewissen Punkt kann man solche Gedankenkarusselle ertragen, aber irgendwann ist genug. Also, suchte ich mir Unterstützung und begann mich mit anderen auszutauschen. Ich verabschiedete mich von Menschen, die mich nur ausnutzen und mir nicht gut taten.

Ich begann mit meiner Angst zu atmen, in sie reinzuspüren und das innere Kind, welches so oft, verunsichert oder sogar überfordert war, wahrzunehmen und Stück für Stück, Schicht für Schicht atmete ich und suchte mir Gleichgesinnte mit denen ich wachsen durfte. Außerdem öffnete ich mich gegenüber meinen Liebsten und erzählte von meinen Sorgen. So kamen neue Ideen zu stande und ich grübelte nicht mehr nur vor mich hin. Noch dazu belegte ich einen Online-Kurs zum Thema Mindset, Wertschätzung und was das mit Geld verdienen zu tun hat.

Anstatt zu fragen, woher das nächste Geld oder der nächste Kunde kommen sollte, begann ich mir die Frage zu stellen “Was kann ich tun, damit Menschen von meiner Arbeit erfahren und was ich alles zu geben habe?”

Diese Frage half mir aus meiner Ohnmachtsfalle zu entkommen und wieder aktiv ins tun zu kommen.

Je mehr ich mich darauf einlies und ins Vertrauen kam, dass für mich und mein Leben gesorgt ist, umso entspannter wurde ich und Interessenten fragten bei mir, für eine Zusammenarbeit an.

Dazu trugen auch neue förderliche Glaubenssätze bei, die ich mir mehrmals am Tag oder in der Woche durchlas. Klar, dass sowas nicht von heute auf morgen funktionierte, aber im Laufe der Monate wurde es immer leichter und ich erkannte, welchen Menschen ich wirklich helfen möchte.

 

Wenn es anders kommt, als geplant

Trotz eines Businessplans und tollen Ideen und Möglichkeiten kam ich im Laufe der 3 Jahre an meine gesundheitlichen Grenzen. Ich powerte ohne Pause und irgendwann war die Luft raus. Mein Körper streikte. Ich war müde und wollte nur noch meine Ruhe.

Das war das erste Mal, dass mir klar wurde, wie wichtig es ist, dass ich mir Pausen gönne, denn wenn ich krank bin, wer arbeitet dann eigentlich für mich? Niemand.

Ich rutschte nach Ende des Gründerzuschusses in so ein krasses Finanzloch, dass ich erstmal nicht mehr weiter wusste. Erst Stück für Stück öffnete ich mich für einen neuen Weg und entschied mich wieder Teilzeit in eine Festanstellung zu gehen.

Geldsorgen áde und viel mehr Fokus!

Das war Ende 2016 und dann war plötzlich alles anders. Denn meine größte Sorge und Angst war damals, dass ich überfordert sein werde und ich keine Zeit für Marketing oder Kunden haben werde, um mein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen. Doch es kam anders. Ich hatte so viele Aufträge und Anfragen, wie noch nie und machte innerhalb der drei Monate so viel Umsatz, wie noch nie zuvor.

Meine Learnings aus dieser Zeit: Was habe ich anders gemacht, als bis zu der Festanstellung?

  • Plötzlich hatte ich weniger Zeit, um Ideen zu realisieren oder rumzutrödeln. Ich musste effektiver planen und arbeiten und konnte dadurch gezielteres Marketing machen.
  • Zum Tagesende in der Festanstellung plante ich schon mit einer To-Do-Liste, was in meinem eigenen Business anstand.
  • Ich konnte ohne Ängste für meinen Lebensunterhalt sorgen und mir seid fast 2 Jahren endlich wieder kleinere Geschenke machen.
  • Ich suchte mir Mastermindpartner, ging zu Unternehmertreffen und tauschte mich mit meinen Liebsten aus, um neue Lösungsansätze zu sehen.
  • Ich war nicht mehr in der Gedankenspirale, wo kommt der nächste Kunde, das nächste Geld usw. her und konnte deshalb gelassener meinen Alltag gestalten, mir Pausen einräumen und meine Kreativität konnte frei fließen.

 

Brauchst auch du Hilfe bei der Realisierung deines Traumbusiness und kommst einfach nicht voran?

Dann informiere dich über eine Zusammenarbeit mit mir.

Erzähl deinen Freunden von diesem Artikel