Schon als kleines Mädchen wollte ich “etwas Kreatives” machen. Auf die Idee einfach mit dem Malen weiterzumachen, kam ich damals leider nicht. Viel zu sehr habe ich mich selbst unter Druck gesetzt und wollte, dass das Ergebnis “perfekt” ist.

Über viele Jahre (ca. 20 Jahre) wurde dieser Druck so groß, dass ich über meine Bilder, die hauptsächlich Bleistiftzeichnungen waren, sehr frustriert war und schlussendlich das Malen ganz auf gab.

Dennoch gab es immer mal wieder Phasen, wo ich es probierte – mit wenig Erfolg.

Der Neuanfang als mediale Künstlerin

Nach meiner Ausbildung zur spirituellen Lebensberaterin im Jahr 2016 und viel Austausch mit Illustratoren, kam Stück für Stück die Inspiration zurück und ich begann mich wieder neu für das Malen zu interessieren.

Eine Bekannte gab mir dann den wichtigsten Impuls: Sie empfahl mir den Aquarellkasten von Lukas und ich fing an einfach auszuprobieren. Ziemlich spontan entschied ich mich 2016 mein letztes Geld für ein Acrylstarterset auszugeben. Tollerweise gab es den Tag Prozente und bereut habe ich die Entscheidung bis heute nicht. Denn meine ersten Bilder und Versuche sind alle mit diesem Startset entstanden.

Erst letztes Jahr wünschte ich mir zum Geburtstag eine Staffelei und male noch heute meine Kunstwerke damit.

Ein wichtiger Prozess für mich war es, dass ich den Druck und das Ergebnis von Anfang an kontrollieren muss, aufgegeben habe. Nicht zuletzt haben mir dabei einige Tutorials und Bücher geholfen, darunter Point Zero und Der Weg des Künstlers.

Sehr zaghaft habe ich 2016 angefangen meine Bilder auch in der Öffentlichkeit zu zeigen und war vom Feedback echt überwältigt. Aber gerade diese Rückmeldungen haben mir geholfen, dass ich dabei geblieben bin und die Entscheidung traf, dass ich Künstlerin bin.

Diese Entscheidung hat sehr viel in meinem Mindset geändert, denn je mehr ich es fühlte, dass ich Künstlerin sein kann, desto mehr Möglichkeiten ergaben sich, dass ich meine Arbeiten auch zeigen dürfte.

2017 habe ich zum Beispiel bei Tatjana K. Unterricht genommen. Sie war eine der Puzzlestücke, die mir aufgezeigt haben, dass ich großartig bin und bereits viel zu geben habe.

Ab da an ging es bergauf und sie gab mir die Möglichkeit meine Bilder am Tag der offenen Tür ihrer Kunstschule in Hannover zu zeigen. Auch dort war das Feedback so klasse – ich war total berührt. Dieses Jahr habe ich dort wieder meine Bilder gezeigt und neue spannende Erfahrungen gesammelt.

Der Traum einer eigenen Kunstausstellung

Ein Ziel war es dieses Jahr auch, dass ich meine erste Ausstellung machen möchte, ohne zu wissen, wie oder wo. Wie der Zufall es so will, habe ich meinen Frauenarzt gewechselt und hatte bei meiner neuen Frauenärztin gesehen, dass sie Kunstwerke ausstellt. Irgendwann kam dann der Impuls, dass ich ja einfach mal fragen kann, ob Interesse besteht meine Bilder auszustellen – mehr wie ein Nein, kann ich als Antwort nicht bekommen.

Ich sollte ein Portfolio zusammenstellen und es ihr schicken. Uff, ich kann sagen, ich hab mich zwar gefreut, aber in meinem Kopf fing es an zu rattern. Ich glaube, dass es fast zwei Wochen dauerte, bis ich den Mut hatte meiner Mastermindgruppe davon zu erzählen und dann ging alles ganz schnell: Innerhalb kürzester Zeit erstellte ich das Portfolio und schickte es meiner Frauenärztin per e-Mail. Wenige Stunden später kam die Antwort: Sie würde meine Bilder ihren Kollegen zeigen und sich dann melden – Interesse sei vorhanden.

Ahhhh! Hätte ich in dem Moment nicht auf meinem Schreibtischstuhl gesessen, wäre ich wohl umgefallen – vor Freude! Ich war total baff und happy. Und ja die Zusage kam.

Seid gestern hängen meine Bilder nun in den Räumen von der Frauenarztpraxis von Dr. med. Sabine Becke in Hagen bei Neustadt am Rübenberge für mindestens ein halbes Jahr.

Ich hätte es niemals für möglich gehalten, dass mein Traum von einer eigenen Ausstellung dieses Jahr wirklich wahr wird, aber so ist das mit Impulsen und der Visualisierungskraft. Ich bin super stolz und freue mich auf die Rückmeldungen, die kommen werden.

Über meine Erfahrungen, wie meine erste Ausstellung verlief und worauf alles zu achten ist, werde ich bald seperat berichten. Auf meiner Webseite “Marketing für Kreative” werde ich auch Tipps und Impulse geben, was du alles beachten musst, wenn du selbst überlegst, als Kreative durchzustarten.

Alles Liebe, Jacqueline

Erzähl deinen Freunden von diesem Artikel